Drei Farben von Pins
Dieses gerahmte Poster von Lowanna kommt mit Rahmen und aufhängfertig an: rausnehmen, anlehnen oder aufhängen, fertig. Kein Suchen nach einem Einrahmdienst, kein loses Glas, kein Aufwand. Matte Oberfläche, dasselbe Frontalporträt wie die rahmenlose Version, aber alles bereits gelöst.
An der Wand ihres Studios, über dem Eisenwarengeschäft in der Liverpool Street in Port Lincoln, hat Lowanna eine Karte der Küstenströmungen mit Klebeband befestigt. Das Erste, was sie tat, als sie mit achtzehn einzog, war, sie aufzuhängen und mit Pins zu markieren. Blau für Orte, an denen sie geschwommen ist. Rot für Rettungen. Gelb für Haisichtungen. Die Karte ist über sechs Jahre alt und die Pins häufen sich an der südaustralischen Küste wie ein Register, das an niemanden außer ihr selbst gerichtet ist.
Jeden Morgen, bevor sie zum Turm in der Fisherman Bay aufbricht, schaut sie eine halbe Sekunde lang hin. Ohne etwas zu studieren. Nur ein kurzer Blick, um sich zu orientieren.







